Liberica

Kurz gesagt

Seltene Art mit rauchig-holzigem, eigenwilligem Profil.

Koffeingehalt
ca. 1,4 %
Anbau
Flachland, tropisch
Geschmacksprofil
rauchig, holzig, eigenwillig

Liberica (Coffea liberica) macht nur einen kleinen Teil der Welternte aus und wird vor allem in Westafrika und Südostasien angebaut, besonders auf den Philippinen. Die großen, unregelmäßig geformten Bohnen ergeben einen kräftigen, rauchig-holzigen Kaffee mit ungewöhnlichem, teils an dunkle Früchte erinnerndem Aroma. Wegen des eigenwilligen Geschmacks bleibt Liberica ein Nischenprodukt.

Geschmack und Verwendung

Liberica fällt aus dem Rahmen: rauchig, holzig, manchmal mit Noten von dunkler Schokolade und reifer Frucht. Wer sie probieren möchte, wählt am besten eine Zubereitung, die den Charakter klar zeigt, etwa die French Press oder den Handfilter.

Wo man Liberica bekommt

Im Supermarkt und bei den großen Marken kommt Liberica praktisch nicht vor. Fündig wird man bei Spezialitätenröstern und Importeuren, oft unter Bezeichnungen wie Barako (Philippinen) oder als malaysische Liberica. Die Bohnen werden meist in kleinen Mengen und als ganze Bohne verkauft.

Selten gekauft, also frisch mahlen

Bei einem seltenen und entsprechend teuren Kaffee lohnt es sich, ihn erst direkt vor dem Brühen zu mahlen. Eine Handmühle mit Kegelmahlwerk reicht für ein bis zwei Tassen völlig aus und lässt sich fein auf die Methode einstellen. Den passenden Mahlgrad nennt der Mahlgrad-Finder.

  • Mahlwerk: Kegelmahlwerk aus Stahl oder Keramik, kein Schlagmesser
  • Einstellung: fein abgestuft und wiederholbar
  • Füllmenge: 20 bis 30 g reichen für ein bis zwei Tassen
  • Verarbeitung: stabile Achse ohne Spiel
  • Reinigung: ohne Werkzeug zerlegbar

Beispiele: drei Handmühlen

Liberica selbst ist bei Amazon kaum zu finden. Die folgenden Handmühlen sind Beispiele für passendes Zubehör, keine Testsieger.

Fein einstellbar

Timemore Chestnut C3 ESP Pro

Handmühle mit Ganzmetallgehäuse und Stahl-Kegelmahlwerk.

  • Feine Mahlgradverstellung per Klick
  • Fasst 20 bis 25 g Bohnen
  • Rund 530 g schwer

Außen verstellbar

KINGrinder K6

Handmühle mit Stahlmahlwerk und außen liegender Mahlgradeinstellung.

  • Laut Hersteller 16 Mikrometer pro Klick
  • Gehäuse aus Aluminiumlegierung, doppelt gelagert
  • Von fein bis grob einstellbar

Leicht und günstig

Groenenberg Kaffeemühle manuell

Handmühle aus Edelstahl mit Keramikmahlwerk.

  • Stufenlose Mahlgradeinstellung
  • Rund 250 g leicht
  • Für zu Hause und unterwegs

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Häufige Fragen

Wie schmeckt Liberica?

Rauchig, holzig und eigenwillig, mit deutlich weniger Säure als Arabica. Manche beschreiben Noten von dunkler Schokolade und reifer Frucht.

Warum ist Liberica so selten?

Die Bäume werden sehr hoch, die Ernte ist aufwendig und die Nachfrage klein. Der Anteil an der Welternte ist sehr gering. Für Fragen rund um Gründung, Selbstständigkeit und Unternehmensalltag ist Existenzgruender-magazin eine passende Anlaufstelle.

Was ist Barako?

So heißt Liberica-Kaffee auf den Philippinen, vor allem aus den Provinzen Batangas und Cavite.

Angaben zu Mahlgrad, Brühzeit, Verhältnis und Koffein sind Richtwerte. Wir vergeben keine Testnoten und nennen keine festen Preise.
Henrik Baumann

Autor: Henrik Baumann

Henrik Baumann ist gelernter Kaffeeröster und hat mehrere Jahre in einer Hamburger Röstwerkstatt gearbeitet. Für das Kaffeeverzeichnis schreibt er über Bohnen, Herkunft und Röstprofile. Er beurteilt Kaffee nach nachvollziehbaren Merkmalen wie Röstgrad, Dichte und Verarbeitung der Frucht statt nach Marketingbegriffen und sagt auch dann klar, wenn eine teure Bohne ihr Geld nicht wert ist.