Cold Brew

Kurz gesagt

Kaltextraktion über viele Stunden — weich und säurearm.

Mahlgrad
grob
Brühzeit
12–24 Stunden
Verhältnis
1:8

Beim Cold Brew zieht grob gemahlener Kaffee über 12 bis 24 Stunden in kaltem Wasser und wird dann gefiltert. Die kalte, lange Extraktion löst weniger Säuren und Bitterstoffe, das Getränk schmeckt weich und süßlich. Als Konzentrat angesetzt lässt es sich verdünnen und hält gekühlt mehrere Tage.

Mahlgrad nachschlagen oder das Brühverhältnis berechnen.

Schritt für Schritt

  1. Kaffee grob mahlen, ähnlich wie für die French Press.
  2. Für ein Konzentrat 1 Teil Kaffee auf 8 Teile Wasser ansetzen, zum Beispiel 125 g auf 1 Liter.
  3. Kaltes, am besten gefiltertes Wasser aufgießen und umrühren, bis das gesamte Kaffeemehl benetzt ist.
  4. Abgedeckt 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  5. Filtern, bei Bedarf ein zweites Mal durch einen Papierfilter.
  6. Zum Trinken etwa 1:1 mit Wasser, Milch oder Eis verdünnen.

Andere Mengen berechnet der Brühverhältnis-Rechner.

Haltbarkeit und Koffein

Gefiltert und verschlossen hält sich Cold Brew im Kühlschrank etwa ein bis zwei Wochen, das Aroma lässt nach einigen Tagen nach. Das Konzentrat enthält viel Koffein. Erst das Verdünnen bringt es auf das Niveau von Filterkaffee. Eine Abschätzung liefert der Koffein-Rechner.

Cold Brew und Cold Drip

Beim Cold Brew zieht der Kaffee im Wasser, das ist einfach und fehlertolerant. Beim Cold Drip tropft kaltes Wasser über Stunden durch das Kaffeemehl. Das Ergebnis ist klarer und komplexer, braucht aber ein Gerät mit einstellbarem Tropfventil.

Die wichtigsten Kaufkriterien auf einen Blick

  • Filter: feinmaschig und bodentief, damit das gesamte Kaffeemehl im Wasser liegt
  • Größe: 1 Liter ist ein guter Standard
  • Format: schlank genug für die Kühlschranktür
  • Material: Glas ist geschmacksneutral, Tritan bruchsicher
  • Deckel: dicht schließend
  • Reinigung: Filter zerlegbar

Beispiele: drei Cold-Brew-Bereiter

Die folgenden Produkte stehen beispielhaft für verbreitete Ausführungen. Es sind keine Testsieger.

Cold Drip und Cold Brew

dripdrip Dripster 2-in-1

Dripper mit von außen einstellbarem Tropfventil, der beide Methoden erlaubt.

  • 600 ml für etwa vier Tassen
  • Zweiter Filter für die Immersionsmethode
  • Deckel für den Kaffeebehälter

Schlanke Glaskaraffe

bonVIVO Cold Brew Coffee Maker

1-Liter-Karaffe mit Permanentfilter aus Edelstahl.

  • Laut Hersteller passend für Kühlschranktüren
  • Rutschfeste Silikonmanschette
  • Kein Papierfilter nötig

Mit bodentiefem Sieb

Silberthal Cold-Brew-Karaffe

Karaffe aus Borosilikatglas mit feinmaschigem Filtereinsatz.

  • 1,2 Liter mit Skala
  • Filtereinsatz reicht bis zum Boden
  • Auch für heißen Tee und Eistee nutzbar

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Häufige Fragen

Ist Cold Brew dasselbe wie Eiskaffee?

Nein. Eiskaffee wird heiß gebrüht und dann gekühlt. Cold Brew wird von Anfang an kalt extrahiert und schmeckt dadurch weicher. Beide stehen im Beitrag Kalte Kaffees und Spezialitäten.

Welche Bohnen eignen sich?

Mittlere bis dunkle Röstungen bringen Schokoladen- und Nussnoten. Helle, fruchtige Röstungen ergeben einen teeähnlichen Cold Brew.

Kann ich Cold Brew warm trinken?

Ja. Das Konzentrat mit heißem Wasser aufgießen. Der Geschmack bleibt mild und säurearm.

Angaben zu Mahlgrad, Brühzeit, Verhältnis und Koffein sind Richtwerte. Wir vergeben keine Testnoten und nennen keine festen Preise.
Serena Kolb

Autor: Serena Kolb

Serena Kolb stand acht Jahre als Baristin hinter der Theke und hat Barista-Kurse geleitet. Sie kümmert sich um Zubereitung und Rezepte: Brühverhältnis, Extraktionszeit, Milchschaum und die Frage, warum derselbe Kaffee zu Hause anders schmeckt als im Café. Ihr Anspruch ist, dass jedes Rezept mit normaler Küchenausstattung nachvollziehbar bleibt.